CHRISTOPHORUS 10 - Hubschrauber

Alle Informationen und Details zum Hubschrauber gibt's hier.

Die vorher eingesetzten Rettungshubschrauber vom Typ Eurocopter AS 355 F2 Ecureuil wurden durch die immer höheren Anforderungen durch neue leistungsfähigere Maschinen ersetzt werden.
Die Modernisierung der Christophorus-Flotte brachte den neuen Eurocopter EC-135 mit sich.

Technische Daten:

Hersteller:

Eurocopter (D/F)

Type:

EC 135

Länge:

12,10 m

Höhe:

3,62 m

Antrieb:

2 Turbinen

Leistung:

ca. 1.380 PS

Vierblattrotor Durchmesser:

10,20 m

maximales Abfluggewicht:

2.835 kg

Rotordrehzahl:

ca. 400 Umdrehungen/min

Höchstgeschwindigkeit:

287 km/h

Reisegeschwindigkeit:

260 km/h

Steigrate:

10 m/sec

Einsatzhöhe:

4.000 m

Reichweite:

750 km

maximale Flugdauer:

3,5 Stunden

Einsatzspektrum:

Tag- und Nachtsichtflug

 

Dieser moderne Hubschrauber beinhaltet natürlich modernste Ausstattung:

Aufzählung

Das Anti Resonance Isolation System sorgt für minimale Vibrationen während des Fluges, der lager- und gelenklose Hauptrotor sowie der verdeckte Heckrotor ermöglichen um sechs Dezibel niedrigere Lärmwerte als die Vorschriften.
Damit ist der Christophorus der leiseste Hubschrauber Österreichs.

 

Aufzählung

Bei einem Ausfall einer Turbine kann jedes Flugmanöver mit der zweiten Turbine problemlos fortgesetzt werden.

 

Aufzählung

Die Maschine bietet Platz für vier Besatzungsmitglieder - Pilot, Arzt, Sanitäter und eventuell Hundeführer - sowie einen Patienten.
Mit wenigen Handgriffen kann ein zweiter Liegeplatz eingebaut werden.

Sonderausrüstung:

Aufzählung

Nachtsichttaugliches Cockpit

Aufzählung

EURONAV MovingMapSystem

Aufzählung

GPS Navigationssystem GARMIN 430

Aufzählung

GSM-Telefon

Aufzählung

Central Panel Display (CPDS/CDS)

Aufzählung

Drei taktische Funkgeräte

Aufzählung

Doppelhakensystem für Taubergungen

Aufzählung

Bergeausrüstung für Alpinbergungen

Medizinische Geräte:

Die medizinischen Geräte und Sonderausstattungen für die Christophorus-Notarzthubschrauber entsprechen den neuesten Standards.
Durch Schnellverschlüsse kann die Ausstattung der Maschine jederzeit an spezielle Einsätze (z.B. Inkubatortransporte, Verlegungsflüge, aber auch Evakuierungen, bei denen mehr
ere Patienten transportiert werden sollen) angepasst werden.

Monitoring:
Es können Messwerte aller wichtigen Organparameter des Patienten abgelesen werden: unter anderem Herzrhythmus, Blutdruck (auch invasiv, d.h. direkt im Gefäßsystem), Puls, Sauerstoffgehalt des Blutes, CO2–Gehalt der Atemluft sowie die Körpertemperatur. Zur Behandlung komplexer Herzrhythmusstörungen steht auch ein (transthorakaler) Herzschrittmacher zur Verfügung. Das Monitoring ist modular aufgebaut – die Messdaten der einzelnen Module, die sich beim Einsatz vor Ort im Defibrillator befinden, können während des Fluges auf einem großen Farbmonitor dargestellt werden, um die Überwachung des Patienten in jeder Phase optimal zu gewährleisten.


Die
Defibrillation bzw. Cardioversion kann auch während des Fluges ausgeführt werden – die gesamte Bordelektronik wurde auf ausreichende Abschirmung hin entwickelt und überprüft.

Für die
Beatmung werden ebenfalls Geräte modernster Bauart eingesetzt. Mit den Transportrespiratoren kann kontrolliert und assistiert beatmet werden; durch eine variable Einstellung des Atemzyklus ist die optimale Anpassung an die Erfordernisse des jeweiligen Patienten möglich. Für spontan-atmende Patienten ist die Verabreichung von Sauerstoff über Maske oder Brille bis zu 12 Litern pro Minute möglich.

Bis zu vier
Infusionspumpen sowie diverse Kleingeräte (Blutzucker, Hb-Bestimmung, fallweise Mini-Labor zur Messung weiterer blutchemischer Parameter) ergänzen die medizintechnische Ausstattung der Christophorus-Hubschrauber.

Die
elektrische Versorgung wird über einen zentralen Verteiler geregelt, der sich in unmittelbarer Nähe zu Überwachungs- und Therapiegeräten befindet: dieser garantiert durch eine doppelte Absicherung der Stromversorgung ein Funktionieren der Geräte auch im Notfall. Zusammen mit den ebenfalls im Kreis der Christophorus Flugrettung entwickelten Notfallrucksäcken zur Aufnahme der medizinischen Ausrüstung konnte durch die beschriebene Konfiguration erreicht werden, dass sowohl Einsätze im alpinen Bereich, wie auch Verkehrsunfälle oder akute Erkrankungen und auch Transferierungen von Intensivpatienten in einer qualitativ hochwertigen Weise durchgeführt werden können.

Damit wird dem Patienten jederzeit ein Höchstmaß an medizinischer Betreuung und Sicherheit und der medizinischen Crew ein optimales Arbeiten auch unter schwierigsten Bedingungen garantiert.

 

Sicherheit & Wartung:

Mit der Firma Heli Air verfügt der Christophorus Flugrettungsverein über einen eigenen Wartungsbetrieb für seine Hubschrauberflotte. Der Betrieb arbeitet und ist zugelassen nach der JAR 145 (Joint Aviation Regulation - Europäisches Luftfahrtgesetz). Alle in der Christophorus-Flotte eingesetzten Hubschrauber-Typen werden von lizenzierten Technikern nach den Angaben des Herstellers und nach den Bestimmungen der Obersten Zivilluftfahrt-Behörde (OZB) gewartet. Eine externe Qualitätssicherung und die Behörden überprüfen diese Arbeiten periodisch und stichprobenartig.

Aufzählung

Täglich
Pre-Flight-Check (Vorflugkontrolle durch den Piloten)

Aufzählung

Wöchentlich
Weekly Check (Lizenzierter Techniker überprüft die Flugklarheit)

Aufzählung

Nach 50 Flugstunden:
3-stündige Überprüfung der Systeme

Aufzählung

Nach 100 Flugstunden:
4-tägiger Check des gesamten Hubschraubers

Aufzählung

Nach 400 Flugstunden:
tiefergehende Systemchecks, Dauer: ca. 8 Tage

Aufzählung

Nach 800 Flugstunden:
10-tägige eingehende Kontrolle aller Systeme

Aufzählung

Nach 4000 Flugstunden/10 Jahren:
Grundüberholung - Hubschrauber ist danach technisch neuwertig, Dauer: ca. 6-8 Wochen

3D-Tour durch den EC-135 (ÖAMTC):
http://www.oeamtc.at/netautor/pages/resshp/anwendg/1081216.html

 

Quelle: ÖAMTC


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