CHRISTOPHORUS 10 - Standort

Alle Informationen und Details zum Stützpunkt finden sie hier.


Knapp ein Jahr nach Baubeginn konnte die Besatzung des ÖAMTC-Notarzthubschraubers "Christophorus 10" im März 2003 den völlig neu gestalteten Stützpunkt am Blue Danube Airport in Linz-Hörsching beziehen. Ermöglicht hat dies das Land Oberösterreich: Aus Ressortmitteln von Gesundheits-Landesrätin Dr. Silvia Stöger wurden die gesamten Errichtungskosten in Höhe von 560.000 Euro getragen. Die offizielle Eröffnung erfolgte am 5. April 2003 mit einem Festakt und einer großen Einsatzübung.

"Die bisherigen Flughafen-Räumlichkeiten für das Rettungsteam und die Einstellmöglichkeiten für Christophorus 10 entsprachen nicht mehr den Anforderungen eines modernen und effizienten Flugrettungsbetriebes", betont Gesundheits-Landesrätin Dr. Silvia Stöger. "Unsere Rettungsteams leisten tagtäglich perfekte Arbeit, die Wartezeit auf den nächsten Einsatz soll daher zumindest in einem entsprechenden Ambiente erfolgen."


Einsätze nun noch rascher und effizienter
Im Zusammenwirken aller Beteiligten wurde mit dem Stützpunkt-Neubau am bisherigen Standort eine optimale Lösung verwirklicht. "Als eigener Heliport ist der Stützpunkt auch weitgehend unabhängig vom übrigen Betrieb des Flughafens, womit die Einsätze noch rascher und effizienter durchgeführt werden können. Das ist besonders wichtig, weil bei Notfällen wenige Minuten oft lebensrettend sind," unterstreicht Dr. Stöger, dass die bestmögliche Notfall-Versorgung der Patienten natürlich im Vordergrund aller Planungen stand.

Planungskonzept "der kurzen Wege"
Die neue Einsatzstelle wurde in Form eines Anbaus an ein bestehendes Flughafengebäude errichtet. Sie umfasst auf einer Fläche von rund 460 Quadratmetern Aufenthalts-, Wartungs- und Lagerräume, Büros, den eigentlichen Hangar sowie eine eigene Tankstelle.

ÖAMTC-Direktor Kurt Nordberg: "Die Planung wurde vor allem dem Ziel der kurzen Wege untergeordnet. Bei einer Alarmierung muss die Crew nicht mehr vom Aufenthaltsraum im 1. Stock über Stufen und einen 100-Meter-Sprint zum Hubschrauber am Flugfeld eilen, jetzt steht die Einsatzmaschine direkt vor der Tür. Die eigene Tankstelle garantiert zudem die ständige Einsatzbereitschaft. Verzögerungen beim Auftanken, weil der Tankwagen gerade eine Verkehrsmaschine bedienen muss, gibt es jetzt nicht mehr."

Hochqualifiziertes Notfallteam mit 11 Ärzten und 5 Flugrettungssanitätern
 Rotkreuz-Präsident Leopold Pallwein-Prettner: "Der 'state of the art' wird nun nicht nur durch unsere bestens motivierten und geschulten Mitarbeiter und durch den ÖAMTC mit dem modernsten Fluggerät und Flugrettungs-Know-how, sondern auch durch eine optimale Infrastruktur am Boden sichergestellt."

Christophorus 10 ist täglich von der Morgendämmerung bis zum Einbruch der Dunkelheit einsatzbereit. Das hochmotivierte Notfallteam besteht aus Notärzten des AKH Linz unter der Leitung von Prim. Prof. Dr. Hans Gombotz und Flugrettungssanitätern des Roten Kreuzes rund um den Leitenden Flugrettungssanitäter Werner Lang. Die Koordinierung der Einsätze läuft über die Rotkreuz-Leitstelle Oberösterreich in Linz. Als Stützpunktleiter fungiert Cpt. Wolfgang Hießböck.

75 Prozent der Rettungsflüge sind absolute Notfälle
Die Flugrettung Oberösterreich gibt es seit 15 Jahren. Im April 2001 hat der ÖAMTC den Notarzt-Hubschrauberbetrieb vom Innenministerium übernommen und setzt dafür den neuen Eurocopter EC 135 (Christophus 10) ein, der im Gegensatz zum einmotorigen Vorgänger (Martin 2) zweimotorig und nachtflugtauglich ist.

Insgesamt sind Martin 2 (bis 31. März 2001) und Christophorus 10 bereits über 10.000 Einsätze geflogen.

Fast 75 Prozent der knapp 2000 Rettungsflüge von Christophorus 10 waren Primäreinsätze, bei denen der Notarzt direkt an der Unfallstelle die Erstversorgung des Verunglückten oder Erkrankten vornahm.
Mit jeweils einem Viertel der Einsätze waren internistische Notfälle sowie Verkehrsunfälle Spitzenreiter in der Einsatzstatistik.

 

 


Geschichte des Standortes Linz-Hörsching:

C10 (ITH) landet am Europaplatz in Linz vor dem Design Center - (c) Florian KollmannDie Flugeinsatzstelle Linz des Bundesministeriums für Inneres besteht seit 1975. 
Ab 1988 wurde dort neben der Unterstützung der Sicherheitsexekutive mit Martin 2 (Typ Ecureuil AS355N) auch ein organisierter Notarzthubschrauberdienst betrieben.

Nach 13 Jahren und 8.823 Einsätzen übernahm am 1. April 2001 der Christophorus Flugrettungsverein mit Christophorus 10 (vorerst mit einer Ecureuil AS355N in gelber und blau-gelber Farbgebung - siehe Bild links) den Notarzthubschrauberdienst für den Raum Linz im Rahmen eines Assistenzvertrages mit dem Bundesministerium für Inneres. 

Seit November 2001 ist auch Christophorus 10 mit einem neuen EC-135 im Einsatz.

Im Januar 2002 wurde begonnen, die vorhandene Einsatzstelle am Hörschinger Flughafen zu einem Heliport mit eigener Tankstelle umzubauen (siehe "Berichte");

Die sicherheitspolizeilichen Aufgaben werden weiterhin von der BMI-Flugeinsatzstelle Linz mit einem Hubschrauber des Typs AB-206 übernommen.

 

Einsatzradius des C10:
(c) ÖAMTC


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Text oben: Salzburger Internetzeitung
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